Pressemitteilung

Neuer Report von Amadeus und UN Tourism: Europa zeigt sich resilient und zieht weltweit immer mehr Reisende an

15. Juli 2026
4 min Lesezeit
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Marta Laporta Molina
Marta Laporta Molina
Unternehmenskommunikation - Amadeus
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Japan wird zum Wachstumsmotor für Langstreckenflüge nach Europa und weist im Vorjahresvergleich den stärksten Buchungszuwachs auf

Der europäische Reisemarkt demonstriert im zweiten Quartal 2026 Resilienz und Wachstum. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht von Amadeus mit dem Titel Travel Insights 2026: Focus on Europe, der in Zusammenarbeit mit der Weltorganisation für Tourismus (UN Tourism) veröffentlicht wurde. Die zwischen Mai 2025 und April 2026 erhobenen Daten von Amadeus Travel Intelligence zeigen, dass das Passagieraufkommen in Europa im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 % gestiegen ist. Auch die Hotelauslastung hat um 2 % leicht zugenommen und die durchschnittlichen Tagespreise (ADR) liegen um weitere 7 % höher. Reisende im Alter von 46 bis 65 Jahren treiben die Nachfrage an. Zudem stellt der Bericht ein wachsendes Interesse an Tourismuszielen in Nord-, Mittel- und Osteuropa fest.

„Mit Travel Insights 2026: Focus on Europe teilen wir Trends und Erkenntnisse, die wir aus unsere weltweiten Such‑ und Buchungsdaten abgeleitet haben. Auch wenn das Reisen in Europa aufgrund des globalen Gesamtkontexts mit gewissen Unsicherheiten verbunden ist, bleibt die Nachfrage auf dem gesamten Kontinent stabil. So sehen wir beispielsweise die Chance, Reisende aus Japan anzusprechen. Diese liegen sowohl bei den Suchanfragen wie auch bei den Buchungen an der Spitze. Außerdem erkennen wir ein Interesse an weniger bekannten Reisezielen. Diese Erkenntnisse können Destination‑Management‑Organisationen (DMOs) für sich nutzen, um Suchanfragen in Buchungen zu konvertieren“

Javier Campo VP of Commercial, Europe, Hospitality, Amadeus

„Wir wollen unsere Mitglieder dabei unterstützen, Tourismus nachhaltig und inklusiv weiterzuentwickeln. Und den Anfang macht eine einfache Frage: In welche Richtung geht die Nachfrage? Die Antwort darauf liefern wir gemeinsam mit Amadeus. Indem wir unseren Mitgliedern fundierte Daten an die Hand geben, können diese frühzeitig handeln. Und die Nachfrageentwicklung gibt Anlass zur Hoffnung. So zieht es Reisende vermehrt zu Orten, die noch Entdeckergefühle wecken. Diese liegen abseits der vielfotografierten Hauptstädte – von Island bis Tschechien. Davon werden vor allem Reiseziele profitieren, die bereit sind, sich erforschen lassen; bevor der Rest der Welt auf sie aufmerksam wird“

Shaikha Al Nuwais Generalsekretärin, UN Tourism

Laut dem World Tourism Barometer von UN Tourism kamen im ersten Quartal 2026 4 % mehr internationale Touristen nach Europa. Damit setzt sich die starke Dynamik von 2025 (+5 %) weiter fort. Der südliche Mittelmeerraum und Nordeuropa verzeichneten im ersten Quartal 2026 jeweils einen Anstieg von 4 %, im zentralen Osteuropa festigte sich der Aufwärtstrend (+6 %) und nach Westeuropa kamen 2 % mehr Reisende.

Veränderte Reisegewohnheiten: Top-Destinationen und Herkunftsmärkte

Die Buchungsdaten deuten darauf hin, dass sich der Trend zunehmend auf Reiseziele verlagert, die einzigartige Erlebnisse und saisonale Ausgewogenheit bieten – und zwar jenseits der traditionellen Tourismus-Hochburgen Europas. Mit einem Wachstum von 9 % beziehungsweise 7 % im Vergleich zum Vorjahr stechen Tschechien und Island als die am schnellsten wachsenden Ziele unter den europäischen Top-Destinationen hervor. Das signalisiert ein starkes Kundeninteresse an kulturell anspruchsvollen Städte-Trips sowie an Naturerlebnissen in Nord- und Mitteleuropa.



Was die Herkunftsländer betrifft, so sind japanische Reisende am ehesten bereit, ihre Koffer zu packen und nach Europa zu fliegen. Ein Anstieg der Suchanfragen aus Japan um 62 % führte zu einem Buchungswachstum von 12 %. Damit übertraf das Land hinsichtlich des Buchungswachstums den nächstgrößten Herkunftsmarkt Dänemark um 10 Prozentpunkte. Diese Konversionsrate ist in allen europäischen Teilregionen einheitlich: Die Buchungen aus Japan stiegen in Mittel- und Osteuropa um +28 %, in Süd- und Mittelmeereuropa um +14 %, in Westeuropa um +10 % und in Nordeuropa um +8 %. Das ist für DMOs und Fluggesellschaften eine klare Chance, gezielte Kampagnen und spezielle Streckenpartnerschaften für japanische Reisende zu entwickeln.

Premium-Urlauber als Umsatztreiber

Reisende im Alter von 46 bis 65 machen mittlerweile etwa 30 % der gesamten Nachfrage in ganz Europa aus. Damit stellen sie das größte Einzelsegment dar. Wie der Travel Dreams-Bericht von Amadeus zeigt, hat diese Zielgruppe ein wachsendes Interesse an authentischen lokalen Erlebnissen, kulturellen Erfahrungen sowie Wellbeing und zeichnet sich durch eine tiefere Verbindung zu den Reisezielen aus. Das sind allesamt Aspekte, die gut zum Kernangebot Europas passen.



Das Profil dieser Premium-Reisenden spiegelt sich in der Entwicklung des Gastgewerbes in der Region wider: So blieb der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) in den letzten 12 Monaten bei etwa 215 US-Dollar europaweit stabil. Im Juni 2025 erreichte er einen Höchststand von 249 US-Dollar, wobei Frankreich mit 441 US-Dollar im Juni und 391 US-Dollar im Juli Spitzenreiter bei den Top-Märkten war. Die Hotelauslastung auf dem gesamten Kontinent lag von Mai bis Oktober 2025 bei 73 % oder darüber. Im September erreichte sie mit nahezu 80 % einen Höchststand.



Auch der Buchungsvorlauf stützt dieses Bild. Fast die Hälfte der Buchungen (≈48 %) erfolgt mehr als einen Monat im Voraus, was frühzeitige Marketing- und Preisgestaltungsstrategien begünstigt. Die derzeitige Auslastung für September 2026 liegt bei 25 %, verglichen mit 22 % zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Dies ist ein frühes, aber aussagekräftiges Signal dafür, dass das Reiseinteresse auch in der nächsten Hochsaison anhalten wird.

Die Nachfrage diversifiziert sich und neue Reiseziele gewinnen an Bedeutung

Abgesehen von den Wachstumszahlen deuten die Daten auf neues Interesse an Reisezielen in Mittel- und Osteuropa hin. Dabei verzeichnen Usbekistan und Tadschikistan mit jeweils +64 % das größte Suchwachstum. Auch etabliertere Reiseziele behaupten sich gut, wobei ein starkes Suchwachstum ebenfalls für die Schweiz (+36 %), Schweden (+36 %), Dänemark (+34 %), Irland (+33 %), Belgien (+32 %) und Norwegen (+31 %) bemerkbar ist.



Dass eine solche Vielfalt an Ländern immer beliebter wird, deutet darauf hin, dass Reisende jenseits der etablierten Urlaubsziele aktiv nach neuen Destinationen suchen. Dieser Trend bietet DMOs auf dem gesamten Kontinent die Möglichkeit, ihre Sichtbarkeit durch Kampagnen zu steigern, die auf Storytelling setzen.

Über Amadeus Destination Gateway

„Travel Insights 2026: Focus on Europe“ stützt sich auf Daten aus dem Amadeus Destination Gateway, das Teil unseres Amadeus Travel Intelligence Angebots ist. Das Tool kombiniert historische und vorausschauende Hotel- und Flugdaten mit den soziodemografischen Merkmalen von Reisenden aus der umfangreichen Business-Intelligence-Suite von Amadeus. Dadurch bietet es einen 360°-Überblick über die Konsumenten-Journey der Reisenden. Intuitive Dashboards helfen Tourismusgebieten dabei, schnell zu erkennen, was in ihrem Markt vor sich geht – darunter Flugsuchen, Hotelbuchungen, Trends, wichtigste Quellmärkte, Besucherprofile und Aufenthaltsdauer.


Der vollständige Bericht steht unter Travel Insights 2026: Focus On Europe - May 2025 To April 2026 - Amadeus Hospitality zum Download zur Verfügung.


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