Der Flughafen Manchester hat für sein Terminal 2 ein neues Betriebsmodell eingeführt: Inlands- und Auslandspassagiere können damit nahtlos die gleiche Ankunfts- und Abfluginfrastruktur nutzen. Dank hochentwickelter biometrischer Identitätsabgleichung, die in Zusammenarbeit mit Amadeus bereitgestellt wird, begegnet der Flughafen der branchenweiten Herausforderung steigender Passagierzahlen und begrenzter Terminalkapazitäten.
Traditionelle Terminalkonzepte, die Inlands- und Auslandsreisende physisch voneinander trennen, erweisen sich zunehmend als strukturell ineffizient: Sie führen zu doppelter Infrastruktur, verringern die Auslastung der Anlagen und schränken die Möglichkeiten zur Skalierung ein. Das neue Modell des Flughafens Manchester ersetzt diese statische Trennung durch digitale Koordination.
Der in das Zentrum der Reise eingebettete biometrische Identitätsabgleich ermöglicht es dem Flughafen, die Berechtigung eines Passagiers zum Durchqueren bestimmter Zonen des Terminals zu bestätigen, ohne den Ablauf wiederholt für manuelle Kontrollen zu unterbrechen. Inlandsfluggäste, die innerhalb der Common Travel Area des Vereinigten Königreichs reisen, können sich ohne Unterbrechung durch das Terminal bewegen, während internationale Passagiere nahtlos zu den üblichen Einreiseprozessen des Vereinigten Königreichs geleitet werden, einschließlich eGates oder von Beamten unterstützter Kontrollen, die von der UK Border Force durchgeführt werden.
Auf diese Weise kann der Flughafen Manchester Passagiere mit unterschiedlichen behördlichen Profilen innerhalb gemeinsamer Terminalbereiche dynamisch steuern und gleichzeitig die vollständige Einhaltung der britischen Grenz- und Luftfahrtvorschriften sicherstellen.
„Hier am Flughafen Manchester sind wir stolz darauf, den Norden mit der Welt zu verbinden – und dank unserer Investition in Höhe von 1,3 Milliarden Britischen Pfund in unsere Infrastruktur tun wir das mit den weltweit führenden Anbietern. Dies ist ein großartiges Beispiel dafür, wie Innovation die Reiseerfahrung der Passagiere auf eine Weise verbessert, die Passagiere oft gar nicht bewusst wahrnehmen.
Durch den Einsatz biometrischer Daten zum Identitätsabgleich von Passagieren über verschiedene Reisearten hinweg können wir unsere Infrastruktur weitaus intelligenter nutzen, die betriebliche Komplexität reduzieren und allen Passagieren ein durchweg hochwertiges Erlebnis bieten, während wir gleichzeitig die Integrität der Grenzkontrollen gewährleisten. Mit Amadeus ist es uns gelungen, dieses Modell ohne Kompromisse umzusetzen und dabei das Passagiererlebnis, die Anlageneffizienz und die strengen regulatorischen Anforderungen der internationalen Grenze des Vereinigten Königreichs in Einklang zu bringen.“
Chris Woodroofe Managing Director, Manchester Airport
Seit der Inbetriebnahme fertigt die biometrische Plattform in Terminal 2 nun jeden Monat Zehntausende von Passagieren ab, wobei die automatisierten Abgleichraten sowohl bei ankommenden als auch bei abfliegenden Reisen konsistent bei rund 99% liegen. Dies belegt die Zuverlässigkeit dieses gemischten Betriebsmodells in einem realen Grenzumfeld im Vereinigten Königreich. Betriebsdaten bestätigen zudem operative und wirtschaftliche Vorteile, darunter eine erhöhte Kapazität, eine verbesserte wirtschaftliche Leistung und höhere Renditen für das Transformationsprogramm des Flughafens Manchester.
„Bei der Biometrie geht es nicht nur darum, Identitätskontrollen zu beschleunigen“, ergänzt Rudy Daniello, Executive Vice President, AirOps, Amadeus. „Sie wird zur Grundlage für eine neue Generation des Flughafenbetriebs, bei der die digitale Identität eine weitaus intelligentere Nutzung der physischen Infrastruktur ermöglicht. Der Flughafen Manchester zeigt, was möglich ist, wenn Identitätsmanagement, Infrastruktur und Regulierung gemeinsam konzipiert werden.“
Rudy Daniello Executive Vice President, AirOps, Amadeus
Das biometriegestützte Betriebsmodell von Terminal 2 ist nun für Passagiere von Fluggesellschaften wie Aer Lingus, Aurigny, British Airways, easyJet und Loganair verfügbar und unterstützt sowohl ankommende als auch abfliegende Flüge.
Mit dem Abschluss der finalen Phase des Terminal-2-Programms am Flughafen Manchester ist das Projekt ein klares Beispiel dafür, wie Flughäfen die Passagierabfertigung modernisieren, ihre Resilienz erhöhen und sich auf langfristiges Wachstum vorbereiten können, ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Passagiererlebnis einzugehen.
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