Bis 2017/18 soll ein reibungsloserer und schnellerer Transport in ganz Europa über intermodale Anbindung Realität sein. Verkehrsunternehmen und Verbraucher treiben diesen Wandel durch neue Technologien und Allianzen voran, um den Reisenden multimodale Angebote zu bieten.
Neue Technologien, wie zum Beispiel mobile und vertragslose Kreditkarten, helfen den Verbrauchern ebenfalls, sich im Zyklus des multimodalen Reisens zurechtzufinden. Der europäische Verkehrs- und Tourismussektor setzt seine Hoffnungen auf diese neue Strategie, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, die Mobilität zu erleichtern, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und letztlich internationale Besucher nach Europa zu locken.
Die Realität sieht jedoch so aus, dass Fluggäste eine multimodale Haus-zu-Haus-Reise in der EU noch nicht buchen, bezahlen und kein Ticket dafür ausstellen können.
Amadeus arbeitet eng mit öffentlichen und privaten Akteuren in der EU zusammen, um ein multimodales Tür-zu-Tür-Transportsystem in Europa zu ermöglichen. In jüngster Zeit haben wir gezeigt, dass Technologie kein Hindernis darstellt und dass gemeinsame private und öffentliche Anstrengungen erforderlich sind. Alle Ways Travelling (AWT), ein von Amadeus geführtes Konsortium bestehend aus BeNe Rail, IATA, Thales, UNIFE und Zeppelin Universität, wurde von der Europäischen Kommission beauftragt, ein Modell für ein multimodales paneuropäisches Informations- und Buchungssystem für den Personenverkehr zu entwickeln und zu validieren. AWT ist ein einzigartiges Beispiel für Innovationen im digitalen Verkehrssystem, bei dem ein Fahrgast dank Technologie in die Lage versetzt wird, eine multimodale Reise in einem bereits festgelegten EU-Korridor vollständig zu organisieren und zu verwalten.
Juan Jesús García, Senior Advisor, Branchenthemen, Amadeus, kommentiert die Rolle von Amadeus bei der Umsetzung dieser neuen Vision.
Multimodales Reisen wird sich weiterentwickeln. Die europäischen Behörden drängen auf einen Punkt-zu-Punkt-Transport, der die Erwartungen der Reisenden erfüllt und gleichzeitig ihre Rechte gewährleistet. Konnektivität ist hier von entscheidender Bedeutung, da Richtlinien, Projekte und Bahnunternehmen Pauschalreisen Anforderung, die integrierte Ticketausstellung als Teil des Multimodale Reisen Angebots zu haben.
Christopher Irwin, European Passengers' Federation Council (EPF), erklärt, dass Reisende durch Multimodalität einen leichteren Zugriff zum Reisen erwarten.
Léa Bodossian, Generalsekretärin der Flughafen Regions Conference (ARC), ist der Meinung, dass sich alle Akteure auf diesen neuen Ansatz vorbereiten und sich mit ihm weiterentwickeln sollten.
Rütger Fenkes, Leiter Europäische Projekte & Gremienarbeit bei der Deutschen Bahn, sieht eine Zukunft für das multimodale Reisen in Europa, solange bestimmte Faktoren berücksichtigt werden.
Pavel Telička, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP), ist sich bewusst, dass die vor uns liegende Aufgabe noch gewaltig ist.
Nach den neuesten Zahlen von Eurostat gab es im Jahr 2013 1,177 Millionen innereuropäische Reisen mit durchschnittlichen Ausgaben von 587 EUR. Angesichts dieser Zahlen ist klar, dass Europa es sich nicht leisten kann, den Zug zu verpassen. Multimodalität könnte dazu unterstützen, die Wirtschaft anzukurbeln, die Gesundheit der Reisebranche zu verbessern und das Leben der Reisenden einfacher zu machen.
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