Eine neue Studie des globalen Technologie-Anbieters Amadeus zeigt eine starke Bereitschaft, KI einzusetzen, um Reibungspunkte im Mobilitätserlebnis zu vermeiden.
„Global Mobility Trends: Decoded, Traveler Insights 2026“ zeigt, dass 68% der Reisenden wahrscheinlich einen KI-gestützten Reiseassistenten nutzen würden, der Beförderungsoptionen vorschlägt und bucht; davon geben 33% an, dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu tun. Die Befragung unter 3.000 Reisenden weltweit ergab, dass es für lediglich 13% unwahrscheinlich ist, KI-gestützte Tools zu nutzen.
Wo suchen Reisende in den einzelnen Phasen ihrer Reise Unterstützung bei der Beförderung?
Über 80% der befragten Reisenden schätzen KI-Tools für personalisierte Empfehlungen vor und während der Reise, fast 80% den Support nach der Reise, wie zum Beispiel Treueangebote.
„KI verändert die Erwartungen der Reisenden schneller als jeder andere Trend, insbesondere im Bereich Mobilität. Wir sehen darin eine klare Handlungsaufforderung. Während der gesamten Reise sind Hyper‑Personalisierung und Echtzeit‑Genauigkeit mittlerweile unerlässlich, während gleichzeitig der Fokus auf der Bereitstellung von Mobilitätsintelligenz liegen muss. Jede Empfehlung, jedes Update, jede Buchung muss maßgeschneidert und intuitiv sein“
Peter Altmann Vice President Mobility and Travel Protection, Amadeus
Reisende sind bereit, Daten zu teilen
Datenaustausch und Personalisierung sind entscheidend für die Gestaltung nahtloser, maßgeschneiderter Reiseerlebnisse. Fast die Hälfte (47%) der befragten Reisenden ist bereit, ihre Führerscheindaten im Voraus anzugeben, um den Autovermietungsprozess zu optimieren, Warteschlangen zu umgehen und ihren Mietwagen schneller zu erhalten. Darüber hinaus ist ein erheblicher Teil der befragten Reisenden damit einverstanden, seine Reisedaten (42%) sowie Pass- oder Ausweisdaten (40%) weiterzugeben, um die Effizienz zu steigern.
Neue Möglichkeiten für Innovationen
Der Online-Check-in steht bei Reisenden im Hinblick auf Technologie an erster Stelle und wird von 40% der Befragten genannt, gefolgt von einer starken Nachfrage nach personalisierten Routenempfehlungen (29%) und Echtzeit-Benachrichtigungen bei Unregelmäßigkeiten im Reiseverlauf (29%). Die Präferenzen unterscheiden sich je nach Reisetyp und Region: Geschäftsreisende bevorzugen personalisierte Routen und nachhaltigere Optionen, während Urlaubsreisende Wert darauf legen, den Schalter zu umgehen.
Etwa die Hälfte der befragten Reisenden würde die Nutzung zukünftiger Mobilitätslösungen in Betracht ziehen, die die Art und Weise, wie sich Reisende fortbewegen, grundlegend verändern, darunter intelligente Infrastruktur wie vernetzte Verkehrssysteme oder der Real-Time-Zugang zu Haltezonen (58%), Elektro- oder Hybrid-Mietwagenflotten ( 58% ), Mobility-as-a-Service-Plattformen (56%), Hyperloop/Ultrahochgeschwindigkeits-Beförderung (52%), autonome Fahrzeuge (48%), On-Demand-Mitfahrgelegenheiten (49%) und Drohnen-Taxis (45%).
Nachhaltigkeit rechtfertigt einen Aufpreis
Über 60% der weltweit befragten Reisenden sind bereit, zumindest „etwas“ mehr für nachhaltige Optionen zu zahlen, wobei dieser Trend bei jüngeren Reisenden besonders ausgeprägt ist. So können sich beispielsweise 75% der Befragten der Generation Z und 70% der Millennials vorstellen, mehr für Elektrofahrzeuge zu zahlen, verglichen mit 53% der Generation X und nur 41% der Babyboomer.
Dies gilt auch für die Bereitschaft, mehr für Mobilitätsanbieter mit Nachhaltigkeitszertifizierungen zu zahlen. Jüngere Generationen (77% der befragten Gen Z und 70% der Millennials) wären bereit, einen Aufpreis zu zahlen, im Vergleich zu älteren Generationen (56% der befragten Gen X und 43% der Boomer).
Herausforderungen bleiben trotz Innovationen bestehen
Ob durch KI, verbesserte Nachhaltigkeitsoptionen oder andere Technologien – der Mobilitätssektor bietet nach wie vor das Potential für disruptive Veränderungen. Nur 7% der befragten Reisenden berichten von einer „völlig reibungslosen“ Mobilitätserfahrung, wobei Sprachbarrieren (32%), unerwartete Kosten (31%), mangelhafte Informationen (23%) und lange Warteschlangen (21%) als zentrale Problemfelder genannt werden.
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