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Was moderne Mobilität für deutsche Reisende ausmacht

2. Juli 2026
4 min Lesezeit
Active bestager women is using smart phone to start a sharing car
Stefan Scholter
Stefan Scholter
VP Travel Sellers Central & Southeast Europe - Amadeus
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Die Mobilität in Deutschland verändert sich in rasantem Tempo. Dies betrifft nicht nur die Art und Weise, wie wir reisen, sondern auch, wie wir die Welt erleben und uns global mit anderen vernetzen.


Für die Branchenführer bedeutet das: Ihre Aufgabe geht längst über den bloßen Transport der Reisenden von A nach B hinaus. Es braucht ein tiefes Verständnis für ihre sich wandelnden Bedürfnisse und Wünsche. Und es braucht den Willen, Reisen wirklich neu zu gestalten – als nahtloses, intuitives Erlebnis, das den Menschen in den Mittelpunkt rückt.


Um die Veränderungen für die gesamte Reisebranche besser zu durchleuchten, hat Amadeus 3.000 Reisende – darunter Hunderte hier in Europa – nach ihren Präferenzen rund um das Thema Autovermietung im Jahr 2026 befragt. Die Antworten sind im Bericht
„Global mobility trends: Decoded“ zusammengefasst.


Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage. Ausgehend von einem Überblick aus europäischer Sicht betrachten wir den deutschen Markt, was ihn auszeichnet und worin er sich von anderen Märkten unterscheidet.

Mobilität auf europäischer Ebene

Unter den Antworten der 750 europäischen Reisenden, die im Rahmen dieses Projekts befragt wurden, zeichnen sich mehrere zentrale Themen ab.


Erstens: Vorbereitung zahlt sich aus. Rund 68 % der europäischen Reisenden organisieren bereits vor Antritt ihrer Reise den Weitertransport. Wobei die Wochen unmittelbar vor der Ankunft sowie die Tage vor Beginn der Reise entscheidend sind: ein kritischer Zeitraum also für alle Anbieter von Beförderungsdienstleistungen. So bucht fast ein Viertel der Reisenden 1 bis 4 Wochen vor der Ankunft, während ein ähnlicher Anteil dies erst wenige Tage vor Reiseantritt tut. Letzteres lässt vermuten, dass in dieser Zeit Last-Minute-Angebote wahrgenommen werden.


Zweitens: Der Trend geht ganz klar dazu, Produkte zu bündeln. Nahezu alle (94 %) europäischen Reisenden buchen zusätzlich zu ihrem Mietwagen mindestens eine weitere Dienstleistung. Außerdem wären fast zwei Drittel bereit, einen KI-Assistenten zu nutzen, der Transportmöglichkeiten vorschlägt und bucht. Dies gilt insbesondere für Geschäftsreisende und Millennials. Für Anbieter bedeutet das: Intuitive, nahtlose Nutzererlebnisse zu schaffen, macht sich bezahlt.


Dennoch bestehen weiterhin Reibungspunkte. 91 % der Befragten stoßen auf mindestens ein Problem. Zu den wichtigsten Kritikfeldern zählen Sprachbarrieren (32 %), hohe oder unerwartete Kosten (27 %), Warteschlangen (24 %) und unzureichende Informationen (22 %). Technikaffine Reisende zeigen sich offen für moderne Technologien, werden nach wie vor jedoch durch veraltete Prozesse ausgebremst.

Was macht den deutschen Markt besonders?

Wie unterscheiden sich deutsche Reisende vom europäischen Durchschnitt?


Unsere Untersuchung legt nahe, dass sie bei der Planung und Bündelung von Mobilitätsangeboten stark auf digitale Angebote setzen. Auch wünschen sie sich einen Ablauf ohne Wartezeiten. Gleichzeitig zeigen sich – wie im übrigen Europa – die bekannten Reibungspunkte. Damit ist klar, wo die Branche vorrangig Verbesserungen vornehmen muss.


Für eine nahtlose Reiseplanung wird die Bündelung von Produkten längst nicht mehr als Zusatznutzen wahrgenommen, vielmehr wird sie vorausgesetzt. Rund 87 % der deutschen Reisenden buchen neben einem Mietwagen mindestens ein weiteres Produkt. Die Unterkunft wird dabei als beliebteste Zusatzleistung genannt. Ferner reservieren sechs von zehn deutschen Reisenden Flüge und Mietwagen zusammen. Dies deutet darauf hin, dass integrierte Buchungsprozesse über mehrere Reisebausteine hinweg erhebliche Vorteile bieten.


Insgesamt nutzen 51 % der deutschen Reisenden während einer Reise einen Mietwagen und buchen diesen am liebsten über Online-Reisebüros.


Deutsche Studienteilnehmer zeigten sich zudem offen für die Weitergabe von Daten, wenn dies das Reisen reibungsloser gestaltet. Mehr als neun von zehn (92 %) gaben an, dass sie bereit wären, personenbezogene Daten weiterzugeben, um Wartezeiten zu verkürzen, während 50 % dazu Angaben zum Führerschein und 46 % ihre Passdaten teilen würden.


Bei der Ankunft am Reiseziel legen deutsche Reisende Wert auf hochaktuelle Informationen. Zu den wichtigsten Prioritäten zählen in dieser Reihenfolge: die Möglichkeit, Warteschlangen am Schalter zu umgehen, die Benachrichtigung über Störungen in Echtzeit sowie der Online-Check-in.


Allerdings stoßen 94 % der deutschen Reisenden – genau wie im übrigen Europa – während ihrer Reise auf mindestens eine Herausforderung. Jeder dritte Reisende nennt hier Sprachbarrieren und unvorhersehbare Kosten als Grund.

Reisen von Tür zu Tür neu definiert

Für uns bei Amadeus sind Reports wie„Global Mobility Trends:Decoded“ besonders wertvoll. Sie helfen uns, genau die Erlebnisse zu gestalten, die Reisende sich wünschen.


Wir arbeiten kontinuierlich daran, sämtliche Aspekte der Mobilität – einschließlich Autovermietung, Fahrdienstvermittlung und Transfers – in ein vernetztes Ökosystem aller Reisebausteine zu integrieren. So unterstützen wir die Branche dabei, das Reisen von Tür zu Tür zu dem nahtlosen Erlebnis zu machen, das Reisende heute erwarten.


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