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Covid-19-spezifische App zum Risiko-Check

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Apps, die auf künstlicher Intelligenz basieren, sollen Menschen helfen, sich selbst auf das Coronavirus zu untersuchen. So können sie Ängste und den Druck auf Gesundheitseinrichtungen verringern. Ein zunächst in Indien bereitgestelltes Tool hilft, die Symptome der Menschen, die online einen Fragebogen ausfüllen, zu verstehen.

Weltweit bemüht man sich mit medizinischen Chat-Bots darum, Menschen zu beraten, ob sie auf die Corona-Virus-Infektion hin untersucht werden sollten. Jetzt sind Apps im Kommen, die eine Risikobewertung zu Hause in nur einer Minute ermöglichen.

Online-Fragebogen zu Symptomen und Risikofaktoren

Zwei Forscher indischer Herkunft, einer in Australien und der andere in den USA, haben mit ihren Teams eine Covid-19-spezifische Risiko-Checker-App entwickelt, um der Angst und Verwirrung im Zusammenhang mit der von der WHO zur Pandemie erklärten Infektion entgegenzuwirken. Das Do-it-yourself-Web-App-Tool stellt dem Benutzer Fragen zu den vorherrschenden Symptomen und Risikofaktoren gemäß den Protokollen und Richtlinien der WHO. Künstliche Intelligenz verwendet dann einen Algorithmus, um die Informationen schnell auszuwerten, eine Risikoeinschätzung zu senden – kein Risiko, minimales Risiko, mittleres oder hohes Risiko – und die nächste Einrichtung zu alarmieren, falls wahrscheinlich eine Gesundheitsprüfung erforderlich ist.

Früherkennung und medizinische Intervention

In Indien ergaben sich innerhalb von 24 Stunden nach der Einführung des Tools mehr als 4.000 Treffer. Das KI-System sammelt diese Daten nun kontinuierlich, um dem Gesundheitsministerium zu helfen, das Ausmaß der Angst unter den Menschen zu verstehen und potenzielle Hochrisikofälle in Richtung Früherkennung und rechtzeitige medizinische Intervention zu lenken.

Das Online-Tool soll so auch dazu beitragen, lokale und öffentliche Gesundheitsbeamte mit Echtzeitinformationen über die sich abzeichnende Demografie der am stärksten gefährdeten Personen zu versorgen, damit sie Präventions- und Behandlungsinitiativen zielgerichteter durchführen können, so eine in der Zeitschrift Infection Control & Hospital Epidemiology veröffentlichte Studie.

Die App fragt Personen nach ihrem Wohnort sowie nach anderen Details wie Geschlecht, Alter oder dem jüngsten Kontakt mit einer Person, von der bekannt ist, dass sie das Coronavirus hat. Außerdem werden die Nutzer nach Gebieten gefragt, in die sie gereist sind. Abgefragt werden häufige Infektionssymptome und deren Dauer, darunter Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Sputumproduktion, Kopfschmerzen, Durchfall und Lungenentzündung.

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