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Die Auswirkungen von COVID-19 auf Reisen und den Tourismus in Europa. Ein gemeinschaftlicher Plan für die Zukunft

Svend Leirvaag

Vice President of Industry Affairs bei Amadeus

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Dies ist der siebte Blog-Beitrag unserer COVID-19-Reihe. Sie gibt einen Überblick über die Aktivitäten, mit denen Amadeus unsere Branche in dieser schwierigen Zeit unterstützt. In dieser neuen Folge erörtert Svend Leirvaag, Vice President of Industry Affairs bei Amadeus, wie das Unternehmen den öffentlichen Behörden in Europa geholfen hat, die Auswirkungen der Pandemie auf die Reisebranche zu verstehen und darauf zu reagieren.

Mobilität und Vernetzung sind Eckpfeiler des europäischen Projekts. Seit Beginn der COVID-19-Krise war klar, dass unsere Reisemöglichkeiten stark eingeschränkt werden und dies auch für einige Zeit so bleiben wird. Nach Angaben von EuroControl ist der Verkehr im europäischen Netz im März um 41 Prozent zurückgegangen, und für den gesamten Monat April wird ein Rückgang um 89 Prozent vorhergesagt. Die Auswirkungen auf das Reise- und Tourismus-Ökosystem - vor allem aber auf kleine und mittelständische Unternehmen - sind dramatisch. Die OECD prognostiziert für das Jahr 2020 einen Gesamtrückgang der globalen Tourismuswirtschaft um bis zu 45 bis 70 Prozent.

Das World Travel & Tourism Council schätzt, dass weltweit 75 Millionen Arbeitsplätze im Zusammenhang mit Reisen und Tourismus gefährdet sind, davon 27 Millionen in Europa. Eine entschlossene, umfassende und verständnisvolle Reaktion ist erforderlich, um den Sektor in der EU zu retten und seine rasche Erholung sicherzustellen.

Wir brauchen eine starke europäische Führung zur Unterstützung des Reise- und Tourismussektors

Es ist daher ermutigend, dass die EU-Kommissare, die für Binnenmarkt und Industrie, Wettbewerb und Verkehr zuständig sind, einen gemeinsamen Ansatz verfolgen. Die Kommissare Breton, Vestager und Vălean haben die Mitgliedsstaaten aufgefordert, den temporären Rahmen für staatliche Beihilfen zu nutzen, um ihre Unterstützung der Bereiche, die von der COVID-19-Krise hart getroffen wurden – besonders Tourismus und Transport – zu steuern.

Besonders wichtig ist die Zusicherung von Wettbewerbskommissar Vestager, dass staatliche Beihilfen weder den Wettbewerb verzerren noch den Binnenmarkt untergraben dürfen. Dies soll sicherstellen, dass die Krisenunterstützung die Wiederbelebung eines florierenden Tourismus- und Verkehrssektors erleichtert. Allen Akteuren im Tourismus- und Verkehrs-Ökosystem müssen die gleichen Chancen auf Unterstützung und Hilfe eingeräumt werden. In Europa sind wir stolz darauf, einen gesunden Reisemarkt zu haben, in dem große und kleine Unternehmen anhand der Vorzüge ihrer Angebote gleichermaßen zum Wohle der EU-Bürger konkurrieren können. Dies ist etwas, für dessen Schutz wir uns alle einsetzen müssen.

Wir schätzen auch die Bereitschaft der Kommission, in dieser Krise mit der Branche zusammenzuarbeiten, und tun dies insbesondere mit den Kommissaren Breton und Vãlean. Angesichts unserer Rolle als Bindeglied für das globale Reise-Ökosystem haben wir die EU proaktiv dabei unterstützt, die Auswirkungen der Krise zu verstehen. Amadeus hat die Einladung angenommen, an einer von Kommissar Breton eingesetzten Beratungsgruppe für Tourismus teilzunehmen, um unsere Erkenntnisse auszutauschen, Bedenken zu äußern und Empfehlungen an die Kommission zu richten. Diese gemeinsamen Initiativen sind Beispiele dafür, wie eine konzertierte Aktion auf EU-Ebene greifbare Ergebnisse für die europäischen Bürger und die europäischen Unternehmen verspricht.

Eine digitale und nachhaltige Erholung

Mit Blick auf die Zukunft setzen wir unsere Zusammenarbeit mit den europäischen Institutionen, den europäischen Mitgliedstaaten und der Branche insgesamt fort, um die wirksamsten Instrumente für den Aufschwung zu ermitteln und umzusetzen. Die Reise- und Tourismusbranche muss sich als widerstandsfähiger, nachhaltiger und digitaler als je zuvor erweisen. Die EU hat jetzt die große Chance, Initiativen zu priorisieren, die die Erholung durch die digitale Transformation der Reise- und Tourismusbranche beschleunigen können.

Die Technologie wird daher eine entscheidende Rolle als Wegbereiter und Beschleuniger des Aufschwungs spielen, und führende digitale Unternehmen wie Amadeus entwickeln aktiv Ideen, wie die Bedürfnisse einer Reise- und Tourismusbranche nach der Pandemie unterstützt werden können. Mit dem richtigen politischen Rahmen wird sich die Entwicklung und Einführung neuer Technologien beschleunigen. Diese tragen dazu bei, Risiken zu verringern, Reibungsverluste zu beseitigen und das Vertrauen der Verbraucher zu stärken, dass Reisen wieder sicher ist. Amadeus als Technologie-Unternehmen sieht sich in einer besonderen Verantwortung: Wir müssen unsere Lösungen, die die Reisen von Milliarden von Menschen weltweit jedes Jahr unterstützen und bereichern, weiterentwickeln, um effektiv auf viele neue Anforderungen reagieren zu können.

Wie mein Kollege Stefan Ropers in seinem Blog-Post erläuterte, analysieren wir derzeit, wie sich das Reiseverhalten ändern wird. Wir sind bereits dabei, verbesserte und berührungslose Selbstbedienungs- und Automatisierungsmöglichkeiten zu entwickeln und die skalierbare Infrastruktur der nächsten Generation aufzubauen. Diese wird benötigt, um Schwankungen im Flugbetrieb und in der Passagiernachfrage auszugleichen. Wir konzentrieren uns auch darauf, unseren Kunden bei der Bewältigung der Auswirkungen von Störungen zu helfen und gleichzeitig ihren bestehenden und zukünftigen Betrieb zu optimieren; und wir bieten ständig Online-Schulungen und andere Unterstützung an, um zu einer raschen Erholung beizutragen.

Die Reise- und Tourismusbranche ist widerstandsfähig, und es wird wieder grenzüberschreitende Reisen  geben. Viele Dinge werden sich voraussichtlich ändern, aber grundsätzlich sind Menschen dazu bestimmt, miteinander zu interagieren. Wir sind überzeugt, dass dieser Antrieb dazu beitragen wird, die Rückkehr zu einer neuen Normalität zu beschleunigen.

Es wird nicht leicht sein, dorthin zu gelangen, und wir verlassen uns nicht nur auf eine starke politische Führung, sondern auch auf eine effektive Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor. Wir müssen neue Modelle der Zusammenarbeit finden, die die Geschwindigkeit und Qualität der Entscheidungsfindung verbessern können. Zu diesem Zweck bieten wir den europäischen Institutionen unsere kontinuierliche Unterstützung an, wenn wir auf eine Erholung des Tourismus- und Verkehrssektors im Besonderen und der europäischen Wirtschaft im Allgemeinen hinarbeiten.

 

Um mehr darüber zu erfahren, wie wir unseren Kunden helfen, lesen Sie die weiteren Posts der Blog-Reihe COVID-19:

 

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