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Amadeus

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Amadeus nimmt eine neue Hürde im Kampf gegen den Klimawandel

Wenn Reisende über eine Fluggesellschaft oder ein Reisebüro einen Flug suchen und Angebote für ihren nächsten Urlaub vergleichen, läuft dies über ein Rechenzentrum. Der Stromverbrauch in Rechenzentren ist eine globale Herausforderung. So bewältigt Amadeus sie.

Stellen Sie sich eine Informationsfabrik vor, die größer als ein Fußballfeld ist, in der Tarifkombinationen von verschiedenen Fluggesellschaften auf Tausenden von reihenweise aufeinander gestapelten Festplatten gespeichert werden, gekühlt von einem undurchdringlichen Netz von Rohren und Ventilatoren.

Dasselbe passiert, wenn wir unsere Reisefotos in der Cloud speichern oder hunderte von ungelöschten E-Mails in unserer Inbox behalten. Alle diese Daten leben irgendwo weiter und brauchen viel Energie.

Man schätzt, dass die Datenzentren weltweit jedes Jahr ca. 200 Terawatt Stunden (TWh) verbrauchen. Sie werden zu den größten Energieverbrauchern unseres Planeten - und überholen sogar den Energieverbrauch ganzer Länder.

Unglücklicherweise wird es immer schlimmer. In der Überarbeitungeiner 2016 durch Fachleute überprüften Studie hat der schwedische Forscher Anders Andrae herausgefunden, dass die Informations- und Kommunikationstechnologie bis zum Jahr 2025 bis zu 20,7 % der gesamten Elektrizität verbrauchen könnte, wenn keine weitaus effizientere Methode gefunden wird.

Deshalb hat Amadeus gehandelt. 2015 hat sich Amadeus verpflichtet, die CO2-Emissionen des Unternehmens auf dem Level von 2014 einzufrieren. Im ersten Schritt auf dem Weg zur ökologischen Nachhaltigkeit möchten wir verstehen, welche Auswirkungen unser Betrieb hat, und zudem eine Unternehmenskultur pflegen, die für einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck sorgt.

Damit wir dieses ehrgeizige Ziel umsetzen können, haben wir drei Säulen definiert:

1. 100 % erneuerbare Energie in unseren Rechenzentren.

Die erste Säule unserer Strategie ist die Verbesserung der umwelttechnischen Leistung unseres Betriebs. Zur Weiterentwicklung hat Amadeus heute seine Verpflichtung angekündigt, 100 % erneuerbare Energie in unseren Rechenzentren zu nutzen. Dies erreichen wir durch den Kauf von  Herkunftsgarantien.Unser Einsatz für die Umwelt wird durch diese Initiative einen Schritt weiter gebracht, weil wir die Freisetzung von Emissionen drosseln. Amadeus hat bis jetzt den CO2-Ausgleich über das Programm UN Clean Development Mechanism (CDM) als Hauptmodell geregelt, um die Emissionen zu verringern. Zu CDM-Projekten gehört beispielsweise ein ländliches Elektrifizierungsprojekt, das Sonnenkollektoren oder Energie-effiziente Boiler nutzt. Dadurch hat Amadeus seit 2015 mehr als 32.000 t CO2 ausgeglichen. Mit den Herkunfsgarantien erwarten wir einen Rückgang unserer CO2-Emissionen im Unternehmen von etwa 50 %.

Das ist ein großer Schritt für uns. Der Energieverbrauch unserer Rechenzentren ist das wichtigste einzelne Element der Umweltauswirkungen von Amadeus - mit mehr als 50 % unseres Gesamtenergieverbrauchs und den CO2-Emissionen weltweit.

Aufgrund des erheblichen Unternehmenswachstums und dem hohen Volumen von verarbeiteten Transaktionen in den letzten Jahren müssen wir für unsere neuesten Weiterentwicklungen insgesamt noch eine größere Reduzierung der Energie bzw. der Emissionen erreichen. Wir sind auf einem guten Weg: Das Amadeus Rechenzentrum wurde 2010 vom TÜV SÜD als energieeffizient eingestuft. Diese Zertifizierung wurde erneuert und gilt bis Dezember 2021.

Die Energieeffizienz in unserem Rechenzentrum hat bei Amadeus höchste Priorität. Wir gehen bereits in großen Schritten voran, aber wir wissen, dass es noch viel zu tun gibt.

2.     Hilfe für Kunden, ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.

Die zweite Säule unserer Strategie ist es, weiter IT-Lösungen zu entwickeln, die unseren Kunden helfen, ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Wir investieren im Durchschnitt jeden Tag mehr als 2 Millionen €  in F&E undwir entwickeln unsere technologischen Lösungen immer weiter, um die Betriebs- und Umwelteffizienz unserer Kunden zu optimieren.

Zum Beispiel kann man mit unserem Airport Sequence Manager die Bewegungen der Flugzeuge auf den Rollbahnen besser planen. Damit reduzieren Flughäfen und Fluggesellschaften ihren negativen Umwelteinfluss, indem sie die Zeit verkürzen, die Flugzeuge auf der Rollbahn verbringen. Würden solche Lösungen auf den größten Flughäfen der European Civil Aviation Conference umgesetzt, schätzt die Europäische Union, dass über 120 Millionen € an Treibstoffkosten eingespart und die CO2-Emissionen um über 250.000 Tonnen reduziert werden können.

Ein andere Beispiel ist unsere Lösung Altéa Departure Control-Flight Management, die Fluggesellschaften mit ausgefeilten Algorithmen und Datenhistorien dabei hilft, genau zu schätzen, wie viel Treibstoff für einen bestimmten Flug gebraucht wird. Eine präzise Schätzung des Gewichts des Flugzeugs vor der Beladung kann Emissionen erheblich reduzieren und die Betriebskosten senken. Tatsächlich hat eine Studie, die Amadeus in Zusammenarbeit mit Finnair durchgeführt hat, über 40.000 Flüge analysiert und herausgefunden, dass ein mittelgroßes Transportunternehmen jährlich mindestens 100 Tonnen an Treibstoff und über 315 Tonnen an CO2-Emissionen einsparen kann. Wenn wir annehmen, dass eine ähnliche Summe an Einsparungen mit derselben Flugmanagement-Lösung von all unseren Kunden erreicht werden könnte, würden die reduzierten CO2-Emissionen die gesamten mit dem Betrieb von Amadeus verbundenen Emissionen überschreiten.

Das sind nur einige Beispiele, wie wir unseren Kunden helfen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. In unserem Global Report finden Sie weitere Beispiele.

3. Zusammenarbeit mit Branchenakteuren für eine langfristige Nachhaltigkeit

Letztendlich kann Nachhaltigkeit langfristig nur erreicht werden, wenn alle Akteure in der Branche sich diese zum gemeinsamen Ziel setzen. Aus diesem Grund ist die dritte Säue unserer Strategie der ökologischen Nachhaltigkeit gewidmet, um gemeinsame Projekte in der Branche zu erkennen und sich in diese einzubringen.

Wir arbeiten mit Instituten wie dem World Travel and Tourism Council und akademischen Einrichtungen wie Griffith University in Australien zusammen. Amadeus engagiert sich außerdem für die Produktion und Pflege des Global Sustainable Tourism Dashboard, das in Kooperation mit der University of Surrey im Vereinigten Königreich und dem Griffith Institute for Tourism entwickelt wurde. Der Beitrag von Amadeus bestand in der Weiterleitung von zusammengeführten Reisedaten. Das Global Sustainable Tourism Dashboard gibt einen umfassenden Überblick, was der Reisesektor zu den wichtigsten Nachhaltigkeitszielen beiträgt. Darüber hinaus ist Amadeus Mitglied vom United Nations Climate Neutral Now Pledge, das sich dafür einsetzt, CO2-neutral zu werden und Beiträge zu leisten, damit die im Pariser Übereinkommen festgelegten Ziele erreicht werden.

Dass wir zum ersten Mal im Jahr 2012 im Dow Jones Nachhaltigkeitsindex (DJSI) aufgenommen wurden, bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der DJSI evaluiert die Nachhaltigkeitsmethoden von Unternehmen im Hinblick auf umwelttechnische, ökonomische und soziale Auswirkungen. Etwa 10 % der Unternehmen mit der besten Nachhaltigkeits-Performance in jedem Wirtschaftssektor werden in den Index aufgenommen. Amadeus wurde seit 2012 acht Mal hintereinander jedes Jahr in den DJSI aufgenommen.

Einer der beachtlichsten Punktwerte, der in den am Freitag, dem 13. September 2019 veröffentlichten DJSI-Ergebnissen erreicht wurde, ist die Umweltberichterstattung. Bei diesem Kriterium erreichte Amadeus die Höchstpunktzahl von 100 Punkten. Zu den anderen Bereichen, in denen Amadeus einen Punktwert von mindestens 90 erreichte, gehören Management der Kundenbeziehungen, operative Ökoeffizienz, Klimastrategie und Corporate Citizenship sowie Philanthropie.

Wir glauben, dass eine transparente und klare Berichterstattung von nicht-finanziellen Informationen ein fundamentaler Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Nachhaltigkeit ist und wir setzen uns weiterhin für dieses Ziel ein.

Erfahren Sie in unserem Global Report mehr darüber, wie Amadeus in Riesenschritten auf das Thema Ökologische Nachhaltigkeit zugeht.Amadeus wird weiterhin sowohl intern als auch in Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Branchenpartnern daran arbeiten, in der Branche langfristig Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität zu erreichen.

 


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Soziale Verantwortung, Umweltverträglichkeit, Vereinte Nationen, IT bei Fluggesellschaften, Europa, Branchenbeziehungen